Verkaufsoffener Sonntag abgesagt - WIFO enttäuscht

Aktualisiert: Juni 11

Die Vorfreude war groß, als das Landratsamt die Öffnung der Geschäfte zum Marktsonntag am 20. Juni frei gab. Kurz darauf ruderte die Landkreisverwaltung jedoch zurück - für so manche Drucktermine jedoch zu spät.

Entgegen den Angaben im "lokal" findet der Verkaufsoffene Sonntag am 20. Juni 2021 NICHT statt.


Laut Auskunft des Landratsamts hätte das Öffnen der Geschäfte einen "Veranstaltungscharakter" und ein Besucheransturm über 100 Personen in der gesamten Innenstadt sei zu erwarten. Dies sei zu unterbinden.


Die Realität sieht anders aus:

Bereits im September konnte man erfolgreich unter Coronobedingungen diesen wichtigen Öffnungstag durchziehen. Das Wirtschaftsforum und die Stadt Burglengenfeld verzichteten bereits damals auf ein größeres Rahmenprogramm und hätten diese Strategie im Juni wiederholt.

Auch die Inzidenz unter 15, die fortschreitende Impfung und der Sommer im Allgemeinen würden für den Marktsonntag sprechen, der seit knapp 500 Jahren ein besonderes Stadtrecht ist.

"Wir sind enttäuscht", sagt Wifo Vorsitzender Benedikt Göhr. "Man möchte meinen, man hätte etwas gelernt und würde nun mit den unsinnigen Regeln aufhören und zu sinnvollen übergehen." Gemeint ist damit, dass die Geschäfte Montag bis Samstag öffnen dürfen, Sonntags wird aber ein Veranstaltungscharakter mit riesigen Versammlungen unterstellt. Auch laut Citymanager Wolfgang Dantl müsse sich endlich etwas ändern: "die Verkaufsoffenen Sonntage sind wichtige Öffnungstage, um unter anderem auch dem Onlinehandel gegenüber treten zu können".


Es gehe nicht um eine generalisierte Sonntagsöffnung, sondern lediglich an maximal 4 feststehenden Terminen im Jahr und jeweils nur von 13-17 Uhr. Das mache die Altstadt interessant, lebendig und stehe auch mit den Arbeitnehmern in einer guten, überschaubaren Verträglichkeit.


Aus dem Landratsamt hieß es, es sei bekannt, dass die Märkte in Burglengenfeld mehrere hundert Personen anziehen. WIFO Vorsitzender Göhr freut sich grundsätzlich über den guten Ruf, den das WIFO der Stadt vermacht und was das WIFO an den Märkten üblicherweise vor Corona ins Leben gerufen hat: Autoschau, Familienralley, Weinfest, Adventsdorf. Aber das sei das stark beworbene Programm vor Corona gewesen. Nun müsse man Schritt für Schritt zu alter Stärke zurückkehren und den Einzelhandel, der gerade in Burglengenfeld mit großer Sorgfalt Hygienekonzepte umsetzte und eine gemeinsame einheitliche Linie veröffentlichte, unterstützen und nicht weiter sinnlos mit festgefahrenen Regularien weiter ins Abseits treiben. "Die Innenstädte sind unser wichtiges, kulturelles, gesellschaftliches Zentrum und können nur mit gemeinsamer Kraft wieder das sein. Ein lebendiger Treffpunkt mit all seiner Kultur, Gastronomie und Handel aber auch wieder ein Zentrum für Jobs für Studenten, Arbeitsplätze vor Ort, Praktikumsplätze für Schüler und die Steuereinnahmen für die Kommune.", so Göhrs Apell.

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